Elf Fragen an...

Manfred »Manne« Lucha, 55 Jahre, Minister für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg
1. Welche Verbindung haben Sie zu den Zieglerschen?
Ich kenne die Zieglerschen seit über 30 Jahren. Beim Studium der sozialen Arbeit an der Hochschule in Weingarten habe ich viele Kommilitoninnen und Kommilitonen kennengelernt, die später zu den Zieglerschen gingen. Und auch danach gab es viele Berührungspunkte: durch meine Arbeit in der Gemeindepsychiatrie, aber auch als Landtagsabgeordneter.

2. Wenn Sie Kinder oder auch keine haben: Was wünschen Sie jungen Leuten von heute für ihre Zukunft?
Ich wünsche meinen beiden erwachsenen Kindern und allen anderen Kindern in der Welt, dass sie in einem Klima der Freiheit, Toleranz und Achtung aufwachsen können und aktiv ihren Beitrag dazu leisten.

3. Wie stellen Sie sich Ihr Alter vor?
Das hat noch Zeit. Jetzt bin ich gerade mal ein halbes Jahr Minister und ganz gut mit der Gegenwart und der nahen Zukunft ausgelastet.

4. Welches Buch lesen Sie gerade?
»Sieben minus eins« von Arne Dahl.

5. Welche Lebenserfahrung möchten Sie nicht missen?
Ich hatte mehrere Jahrzehnte mit psychisch kranken Menschen zu tun, Menschen, die angeblich am Rande der Gesellschaft leben. Aber wir haben keine Ränder der Gesellschaft. Alles findet mittendrin statt.

6. Mit welchen Menschen der Geschichte oder der Gegenwart möchten Sie einmal ein Gespräch führen?
Mit Bob Dylan, Joni Mitchell und dem Dalai Lama.

7. Welche Bedeutung hat für Sie der Glaube?
Religionsfreiheit und das Recht auf selbstbestimmte Glaubensausübung sind existenzielle Grundwerte.

8. Wie sieht Ihr Traumurlaub aus?
Eine Woche in Bergün im Winter, zwei Wochen auf Naxos im Sommer.

9. Sie gewinnen eine Million im Lotto. Was machen Sie?
Der proletarischste aller Träume ist der vom Lotto-Gewinn …

10. Was ist Glück für Sie?
So leben und arbeiten zu können, wie das derzeit der Fall ist.

11. Ihre größte Tugend?
Leidenschaft und Korrigierbarkeit.

Die Fragestellerin war Sarah Benkisser.