Anruf bei...

Karin Roth-Hieke, Leiterin des Wohnbereiches am neuen Standort der Behindertenhilfe in Aulendorf
Ich bereite gerade ein Gespräch zur Hilfebedarfseinschätzung mit einer neuen Bewohnerin vor. Sie wird von der Haslachmühle nach Aulendorf ziehen. Seit Sommer ist ja unser neuer Wohnbereich hier in Betrieb. Wir haben 18 Plätze und einen Kurzzeitunterbringungsplatz.

Für die junge Frau ist das nicht nur ein Ortswechsel nach Aulendorf. Sie beendet auch die Schule und tritt ins Erwachsenenleben ein. Die Hilfebedarfseinschätzung ist deshalb für sie und uns sehr wichtig. Denn je nach Ergebnis werden die finanziellen Mittel für die Betreuung, Pflege und Förderung festgelegt. Deshalb muss alles gründlich vorbereitet werden.

Schon im Vorfeld haben die bisherigen Betreuer in der Haslachmühle eine schriftliche Einschätzung verfasst. Gleich im Anschluss habe ich noch ein Gespräch mit den Eltern. Sie kommen extra von weither angereist. Ich will erfahren, welche Betreuung und Förderung sie sich für ihre Tochter wünschen. Das fließt in unsere Planung mit ein. Wenn wir alles zusammen haben – Einschätzung der bisherigen Betreuer, Wünsche der Eltern, unsere Bewertung – dann wird ein Erhebungsbogen ausgefüllt und zusammen mit den Mitarbeitern des Landratsamtes der Hilfebedarf festgestellt.

Das hört sich alles sehr bürokratisch an. Aber es geht um viel. Vor allem darum, dass wir genügend Mittel haben, um unsere Bewohner bestmöglich zu fördern und zu betreuen.

Die Anruferin war Jacqueline de Riese.