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Neue Chefärztin in der Tagesreha Oberschwaben in Ravensburg

19.01.2017 | Von Annette Scherer | Suchthilfe

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Dr. Annett Höse ist die neue Chefärztin in der Tagesreha Oberschwaben in Ravensburg. (Foto: Katharina Stohr)

Dr. Annett Höse ist seit Anfang des Jahres die neue Chefärztin in der Tagesreha Oberschwaben der Zieglerschen Suchthilfe in Ravensburg.

Die 47-jährige ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und arbeitet bereits seit 2010 bei den Zieglerschen. Seitdem leitet sie die Tagesreha Ulm. Zuvor hat sie in verschiedenen Kliniken in Jena, Erfurt, Ulm und Günzburg gearbeitet.

In ihrer neuen Funktion in der Tagesreha Bodensee-Oberschwaben in Ravensburg ist Dr. Annett Höse in erster Linie Ansprechpartnerin für die psychischen Probleme und die sozialmedizinische Perspektive der Patientinnen und Patienten. Letztere betrifft etwa die Frage, ob nach der Reha eine Rückkehr an den Arbeitsplatz möglich und empfehlenswert ist.

Mit Unterstützung der Tagesreha Bodensee-Oberschwaben können Menschen den Weg aus der Sucht finden, die eine enge Verzahnung zwischen intensiver Therapie und Alltagsgeschehen wünschen. Es werden Frauen und Männer behandelt, die von ihrem sozialen Umfeld unterstützt werden, ihre Suchterkrankung zu bewältigen. Voraussetzung für eine Teilnahme an einer medizinischen Reha in der Tagesreha Oberschwaben ist eine gute Vorbereitung und Beratung durch eine Suchtberatungsstelle oder eine Suchtstation in einem Zentrum für Psychiatrie. Der Patient sollte körperlich entgiftet sein und eine ausreichende Abstinenzfähigkeit nachweisen.

„Die Stärken unserer Tagesreha liegen ganz klar in der Möglichkeit der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen und in der engen Kooperationsmöglichkeit mit den Familien, Angehörigen und Arbeitgebern. Der Patient bearbeitet die eigene Problematik in der Lebensrealität, also in seinem angestammten Umfeld“, erklärt Dr. Höse. So könnten neu erworbene Denk- und Verhaltensmuster gleich im Alltag angewandt und in Therapiesitzungen reflektiert werden. Auch unter ambulanten Patienten entstehe im Rahmen der Reha ein Gemeinschaftsgefühl und gemeinsam werde versucht, eine neue Freizeitkultur zu etablieren. Der therapeutische Leiter Herr Martin Kunze freut sich auf die neue Leitungskollegin. "Mit ihrer Fachlichkeit, ihrer Erfahrung mit ganztägig ambulanter Suchtreha und ihrer Persönlichkeit wird sie unser Team bereichern", meint er.

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visAvie 01-2017
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