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Eine Wiederholung wert – Die Ferienfreizeit Altshausen aus der Perspektive einer Betreuerin

15.08.2016 | Von Svenja Hübner | Die Zieglerschen

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Fröhliche Stimmung beim Grillen

Die Ferienfreizeit der Johannes-Ziegler-Stiftung, die noch bis Ende August auf dem Gelände der Leopoldschule in Altshausen stattfindet, ist keine normale Ferienfreizeit. Die teilnehmenden Kinder zwischen 8 und 15 Jahren sind Kinder aus einkommensschwachen Familien. Sie kriegen ein tolles Ferienproramm geboten mit Aktivitäten, die ihre Familien aufgrund ihrer finanziellen Lage nicht selbst finanzieren könnten.

Um das Programm umzusetzen und die Kinder ausreichend zu betreuen, wurden bereits früh ehrenamtliche Betreuer ab 18 Jahren gesucht. Auch Svenja Hübner (20), DH-Studentin des Gesundheitsmanagements bei den Zieglerschen, war dabei. Sie hat sich für eine Woche von ihrer aktuellen Einsatzstelle in der Verwaltung der Zieglerschen freistellen lassen, um bei der Ferienfreizeit mitzuhelfen. Sie berichtet:

Vorab trafen wir Betreuer uns, um uns kennen zu lernen und mögliche Programmpunkte zu sammeln. Das endgültige Programm für die einzelnen Tage wurde dann immer von dem Team festgelegt, das jeweils gemeinsam Schicht hatte.

Zu Beginn haben wir erst einige Kennen-Lern-Spiele mit den Kindern gemacht und dann gemeinsam Regeln aufgestellt. Während das mit dem Namen-Merken gar nicht so einfach für einige Kinder war, fielen ihnen umso mehr Regeln ein, an die sie sich im Großen und Ganzen dann auch gut gehalten haben. Und selbst wenn sie dies einmal nicht taten, ließen sie sich anhand ihrer eigenen Regeln sehr gut belehren.

Die Highlights der Woche wurden in einer Feedback-Runde am Ende der Freizeit erkoren. Ganz oben auf der Liste standen dabei der Besuch des „Wackelwaldes" bei Bad Buchau, das Pizza-Essen im Restaurant „neue Welt" und das Maislabyrinth mit anschließendem Toben auf der Hüpfburg „Lucy Muh" bei Ravensburg.

Besonders spannend war für mich die Entwicklung der Beziehung zwischen den Kindern und uns Betreuern. Während zu Beginn eine spürbare Distanz bestand wurde diese von Tag zu Tag geringer. Schon bald wurde man mit Umarmungen begrüßt und abends wollten die Kinder einen kaum gehen lassen. Sobald es irgendwo zu Fuß hin ging, wurde mit den Betreuern „Händchen gehalten". Umso bitterer war dann auch die Verabschiedung voneinander: Sogar ein paar Tränen wurden vergossen. Aber auch zwischen den Kindern waren Unterschiede erkennbar: Während manche Kinder fast an uns klebten, gab es Andere, für die das Spielen und Herumtoben eine viel größere Rolle spielte.

Die Ferienfreizeit war für mich das erste Mal, dass ich in einem Team eine Gruppe von Kindern betreut habe. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht das Programm zu planen und die Aktivitäten durchzuführen. Vor allem jedoch war der Umgang mit den Kindern einfach toll und auf jeden Fall eine Wiederholung wert! Ich kann jedem nur empfehlen zumindest einmal im Leben solch ein Projekt zu wagen, auch wenn berufliche Interessen vielleicht in eine andere Richtung weisen. Es ist einfach eine riesige Erfahrung!

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