Sortierung: Alle Meldungen

Torsten Hopperdietzel zu Besuch bei den Zieglerschen

14.11.2016 | Von Vanessa Lang | Behindertenhilfe

Newsbild

v. li. Monika Haas, Werkstattmitarbeiterin, Thorsten Hopperdietzel und Corinna Weber, Pastoralreferentin, freuen sich über den gemeinsamen Austausch - Foto: Vanessa Lang

Torsten Hopperdietzel zu Besuch bei den Ambulanten Diensten/ WfbM der Zieglerschen in Aulendorf.
Mit Torsten Hopperdietzel, dem kommunalen Kreisbehinderten-beauftragten kam auch die neue Pastoralreferentin der Seelsorgeeinheit Zocklerland, Corinna Weber zu der NEULAND-Werkstatt der Zieglerschen in Aulendorf.

Zur Überraschung aller Mitarbeiter der Werkstatt, gabs nach der Anhörung des Bewohners- und Werkstattrat nicht nur segensreiche Worte von Corinna Weber, sondern Pizza.
Aber das eigentliche Thema war natürlich: Inklusion.
Pastoralreferentin Corinna Weber setzt sich für moderne Gottesdienste für und mit Menschen mit Behinderung ein. Bei ihrem gemeinsamen Besuch mit dem Behindertenbeauftragten in der NEULAND-Werkstatt der Zieglerschen wollte sie erfahren, welche Wünsche und Anliegen Menschen mit Behinderung an die Kirche haben. „Hinkommen, reinkommen, klar kommen", benannte Torsten Hopperdietzel kurz und knapp als die drei elementaren Hürden, die Menschen mit Behinderung im Alltag und eben auch beim Kirchgang bewältigen müssten.
Für Torsten Hopperdietzel war dieser Zwischenstopp auf dem Weg nach Isny wichtig.
Dort stand für ihn am Nachmittag der barrierefreie Ausbau eines Naturlehrpfades auf einer Gesamtlänge von 17 Kilometer auf dem Programm.
Er schätze diese persönlichen Gespräche sehr und lege großen Wert auf Diskussionen auf Augenhöhe, so der Behindertenbeauftragte des Landkreises Ravensburg. Eine Wertschätzung, die auf Gegenseitigkeit beruht: „Es ist einfach immer schön, wenn Torsten uns besucht. Da wissen wir, dass wir ernst genommen werden und dass auch wirklich was passiert!" berichtet Frank Jaekel, Mitarbeiter der NEULAND-Werkstatt.
Torsten Hopperdietzel nutzte den Besuch, um die Werkstattmitarbeiter mit geistiger Behinderung und Hör-Sprachbehinderung auf den neuesten Stand der vielzähligen Projekte für mehr Inklusion im Landkreis Ravensburg zu bringen. Eines davon ist die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel. Als schönen Erfolg vermeldete Hopperdietzel hier die Bereitschaft der Gemeinde Aulendorf in den barrierefreien Umbau des Bahnhofs einzusteigen.
Auch die schlechte Busverbindung von Aulendorf nach Wilhelmsdorf habe er an den Landkreis kommunizieren können – jetzt müssten noch die Haushaltsverhandlungen für das nächste Jahr abgewartet werden.

Als weiteres Großprojekt, das bald in die zweite Phase gehen könne, sei ein

detaillierter Fragebogen zur Barrierefreiheit aller Gemeinden im Landkreis Ravensburg erarbeitet worden, so Hopperdietzel weiter. „Der Fragebogen wurde von Menschen mit Behinderung entwickelt und enthält alle wichtigen Bereiche wie etwa Wohnen, Gesundheit, Arbeit und Freizeit. Mit Hilfe dieser Fragen sollen die Bedarfe der Menschen mit Behinderung in jeder Gemeinde ermittelt und Maßnahmen ergriffen werden können", berichtet er.
Torsten Hopperdietzel schaut zuversichtlich auf die nächsten Monate: „Da wird was gehen!", bekräftigte er im Austausch mit den Mitarbeitern der NEULAND-Werkstatt. Auch sie zeigten sich hoffnungsvoll und überzeugt von der Arbeit des Behindertenbeauftragten, denn „von Inklusion profitiert jeder." Auf die Frage, ob sie aktuell auch noch weitere Anliegen oder Wünsche haben, gab es nur allgemeines Kopfschütteln und Dank für den engagierten Einsatz von Torsten Hopperdietzel.
Der verlieh seinem Dank für die vielen Anregungen der Werkstattmitarbeiter für seine Arbeit auf ganz besondere Art Ausdruck: Er spendiert der gesamten Gruppe Pizza und Getränke zum Mittagessen, die sich jeder in der gemeinsamen Runde schmecken ließ.
An ihrem 2015 eröffneten Standort Aulendorf bieten die Zieglerschen vielfältige Angebote für Menschen mit Behinderung. Die Ambulanten Dienste der Zieglerschen beraten und unterstützen Menschen mit Behinderung und deren Angehörige im Alltag, in der Freizeit, bei Fragen zum Persönlichen Budget u.v.m.
Die als Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) anerkannte NEULAND-Werkstatt im Gewerbegebiet „Auf der Steige" ist ein Industriezulieferer, der bis zu 36 Menschen mit Behinderung beschäftigt. In der Ebisweiler Straße direkt gegenüber der Schwabentherme wohnen 18 Menschen mit Behinderung. Der dort angegliederten Förder- und Betreuungsbereich (FUB) steht auch Menschen offen, die noch zu Hause bei ihren Eltern leben und eine intensivere Betreuung benötigen.

das könnte sie auch interessieren: visavie – das magazin der zieglerschen



visAvie 01-2017
PDF (3,0 MB)
» Download

titelthema

Vom Umgang mit Sterben und Tod

Annäherung an ein nicht ganz leichtes Thema
» weiter lesen

porträt

Hüseyin, der kleine Liebling des Propheten
» weiter lesen

hinter den kulissen

Mitspieler in der Gesellschaft mit klarem christlichen Profil – Interview mit Gottfried Heinzmann
» weiter lesen