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Die Bodensee-Deklaration verbreitet sich - Selbstvertreter/innen aus Deutschland, Schweiz und Österreich im Gespräch mit Landesrat Christian Bernhard aus Vorarlberg

19.12.2016 | Von LRA Bodenseekreis | Behindertenhilfe

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Hintere Reihe von links: Sebastian Dierig (D), Landesrat Christian Bernhard (Vorarlberg), Matthias Veser (CH), Siegfried Glössl (A), Melanie Schreiber (D) Vordere Reihe von links: Klaus Brunner (A), Michaela Bommer (D), Hans Rutschmann (CH) Assistenz erhalten die Selbstvertreter durch Friedrich Gföllner (Lebenshilfe Vorarlberg), Manuela Breu (HPV Rorschach), Fabienne Schnurr (Die Zieglerschen) und Dorothea Horn (Behindertenbeauftragte Bodenseekreis)

Die länderübergreifende Selbstvertretungs-Gruppe von Menschen mit Behinderungen, die sich im Juni in Überlingen konstituiert hat, war im November zu einem Besuch bei Landesrat Christian Bernhard in Bregenz eingeladen. Die Überreichung der Bodensee-Deklaration und ein Gespräch über die Inhalte und Ziele der Deklaration waren der Anlass für diese Zusammenkunft.

Mit einem Workshop im Vorfeld des Inklusions-Festes „Mittendrin" hat die länderübergreifende Zusammenarbeit der Selbstvertreter aus Österreich, Deutschland und der Schweiz im Sommer begonnen. Gemeinsam wurde die „Bodensee-Deklaration zu Inklusion und Barrierefreiheit" erarbeitet.

In der Einleitung der Deklaration heißt es.
„Gemeinsam stellen wir fest:
Wir werden immer mehr vom Rande der Gesellschaft in die Mitte rücken. Wir machen das, indem wir uns aktiv in die Gesellschaft einbringen. Um das zu ermöglichen, fordern wir Barrierefreiheit, Assistenz und Unterstützung. Die Barrieren sollen nicht nur bei Straßen und Gebäuden, sondern auch in den Köpfen fallen!"

Die Gruppe der Selbstvertreter hat sich zunächst das Ziel gesetzt, die Deklaration den jeweils zuständigen Politikern der Regionen am See zu überreichen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Im Juni dieses Jahres wurde die Deklaration im Rahmen des Inklusionsfestes „Mittendrin 2016" an den Minister für Soziales und Integration Herrn Lucha, an Landrat Herrn Wölfle und an den Bürgermeister-Stellvertreter der Stadt Überlingen, Herrn Hornstein offiziell überreicht.
Im November fand nun die Übergabe im Rahmen einer intensiven Diskussionsrunde an den Landesrat von Vorarlberg, Herrn Christian Bernhard statt.
Die Selbstvertreter stießen auf offene Ohren und überlegten gemeinsam mit Herrn Bernhard, wie es beispielsweise möglich ist, Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft über neue Medien zu schaffen. Wichtig ist den Selbstvertretern dabei:
„In den Medien soll ein neues Bild von uns gezeigt werden, bei dem unser Leben im Vordergrund steht und nicht die Behinderung. Auch wir selbst sollten in diesem Sinn aktiv Medien gestalten. Um die Medien in vollem Umfang zu nutzen fordern wir auch von Ihnen Barrierefreiheit (Untertitel, Gebärdensprache, Hörfilmfassungen, leichte Sprache)."
ORF 2 berichtete in seiner Abendsendung von der Übergabe der Deklaration und dem anschließenden Gespräch.
Eine Übergabe der Bodensee-Deklaration an die politischen Ansprechpartner des Kanton St. Gallen ist für Anfang kommenden Jahres geplant.
Den vollständigen Text der Bodensee-Deklaration gibt es auf www.bodenseekreis.de

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