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Florian Mayr: Karriere in der Altenhilfe der Zieglerschen

23.03.2017 | Von Annette Scherer | Altenhilfe

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Zwei, die sich gut verstehen: Florian Mayr (links) und Marianne Schneider, Einrichtungsleitung im Seniorenzentrum Erolzheim. (Foto: Annette Scherer)

Dass Florian Mayr bereits mit 23 Jahren seine Qualifikation zum Pflegedienstleiter in den Händen halten und Mitglied im Leitungsteam eines Seniorenzentrums sein würde, hätte wohl kaum einer gedacht. Am wenigsten der junge Mann selbst.

Denn für den Bereich Altenhilfe hat er sich nach seinem Realschulabschluss zunächst überhaupt nicht interessiert. Er überlegte damals, das Abitur zu machen und anschließend Architektur zu studieren. Aber zunächst absolvierte er seinen Zivildienst im Seniorenzentrum Erolzheim. Dort war er vorwiegend im Service tätig und hat die Seniorinnen und Senioren vor allem bei den Mahlzeiten unterstützt. „Anfangs war für mich als junger Mann das Aufeinandertreffen mit der Hilfsbedürftigkeit der alten Menschen schon etwas gewöhnungsbedürftig. Aber irgendwann hat mich die Arbeit dann interessiert. Ich fand das Miteinander von Alt und Jung gut und auch die Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen. Ich habe angefangen, die Leute zu mögen. Viele haben mir jeden Tag gezeigt, dass sie sich freuen, wenn sie mich sehen. In dieser Zeit wurde mir klar, dass ich auf jeden Fall mit Menschen arbeiten will.“

Nach dem Zivildienst folgte ein Praktikum im Pflegebereich. „Das Praktikum hat mein Ziel gefestigt, mit alten Menschen zu arbeiten. Obwohl es natürlich auch in der Altenhilfe schwere Tage und Momente gibt, die einem nahegehen- zum Beispiel wenn jemand stirbt, den man lange Jahre begleitet hat“, sagt er im Nachhinein. Direkt nach dem Praktikum begann er erst eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer und anschließend zum Altenpfleger. Daran schloss sich eine 15-monatige berufsbegleitende Weiterbildung zur Pflegedienstleitung an- eine Woche pro Monat wieder die Schulbank drücken.

In seiner gesamten Zeit im Seniorenzentrum Erolzheim waren ihm, so Mayr rückblickend, der Austausch mit dem Team und auch die 4-Augen-Gespräche mit seiner Chefin Marianne Schneider, Einrichtungsleitung im Seniorenzentrum Erolzheim, sehr wichtig. „Meine Chefin bei den Zieglerschen hat mir damals die Chance gegeben, in den Bereich Altenhilfe hineinzufinden und mich zu entwickeln. Denn man sollte einen Bereich erst mal kennenlernen, bevor man eine Ausbildung beginnt“, sagt er heute. Was muss man mitbringen, wenn man heute in der Altenhilfe tätig sein will? „Sehr viel Herz, Echtheit und eine soziale Einstellung. Das Ziel muss sein, hilfsbedürftige Menschen mit Herz und Verstand zu begleiten und gleichzeitig einen professionellen Abstand einzuhalten", fasst Mayr zusammen. „Herr Mayr hat bei uns oder in einem anderen Haus der Zieglerschen auf jeden Fall sehr gute Perspektiven“, sagt Marianne Schneider über den jungen Mann. Und man merkt, dass sie stolz darauf ist, was der junge Mann mit der Unterstützung ihres Teams geleistet hat.

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