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Auszubildende im Seniorenzentrum Wannweil hat Übernahmezusage schon vor dem Abschluss sicher

25.10.2016 | Von Jacqueline de Riese | Altenhilfe

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Inssaf Zahouani ist Auszubildende im Seniorenzentrum Wannweil der Zieglerschen. Den Beruf der Altenpflegerin hat sie sich bewusst ausgesucht, weil sie sich sozial engagieren will.

Waschen, beim Anziehen helfen, Essen eingeben – viele Menschen verbinden mit der Altenpflege nur die Aufgaben der Grundpflege. „Arbeiten in einem Seniorenzentrum ist aber nicht nur die Grundpflege: Viele Bewohner leben sehr viele Jahre hier und betrachten das Seniorenzentrums als ihr Zuhause. Das bedeutet, dass unsere Mitarbeiter eine sehr enge Beziehungen und Vertrauen zu ‚ihren‘ Senioren aufbauen und diese meist bis zu ihrem Lebensende in ihrem Alltag begleiten“, berichtet Mirjam App, Einrichtungsleiterin im Seniorenzentrum der Zieglerschen in Wannweil.

Die 25-jährige Inssaf Zahouani hat sich bewusst für eine Ausbildung in der Altenhilfe entschieden. Nach ihrem Realschulabschluss absolvierte sie mehrere Praktika, unter anderem im Krankenhaus, in der Behindertenhilfe und in der Altenhilfe. Ihr Herz blieb in der Altenhilfe. „Für mich ist es wichtig, mich sozial zu engagieren und anderen Menschen zu helfen. Und die Altenpflege ist total abwechslungsreich“, sagt die junge Frau mit den marokkanischen Wurzeln. Bereits nach dem ersten Lehrjahr absolvierte Inssaf Zahouani die praktische Prüfung zur Altenpflegehelferin. Zur Belohnung für die bestandene Prüfung gab es auch gleich ein „Schokolädle“ von einer Bewohnerin.

Die Ausbildung zum Altenpfleger dauert drei Jahre und findet in mehreren Unterrichtsblöcken statt. Inssaf Zahouani besucht immer für vier bis sechs Wochen ihre Berufsschule, das Diakonische Institut Reutlingen. Dann arbeitet sie wieder für bis zu eineinhalb Monate im Seniorenzentrum „Haus in der Dorfmitte“ der Zieglerschen in Wannweil. „So kann ich gleich das, was ich in der Schule theoretisch gelernt habe, praxisnah und unter Anleitung umsetzen“, erläutert sie das Ausbildungskonzept. Während im ersten Lehrjahr Themen wie Prophylaxen und die Erhebung von Vitalwerten im Vordergrund stehen, erhöht sich der Ausbildungsanspruch in den beiden Folgejahren. Beispielsweise lernen die Auszubildenden Injektionen zu geben, Katheter zu legen, Visiten und Übergaben durchzuführen oder die richtige Pflege von Bewohnern mit einem Luftröhrenschnitt. „Diese umfassende Ausbildung ist wichtig“, berichtet Einrichtungsleiterin Mirjam App, die seit vielen Jahren in der Pflege arbeitet, „denn Altenpfleger haben eine sehr hohe Entscheidungsbefugnis und müssen im Notfall sofort handeln können.“ Inssaf Zahouani lächelt: „Man braucht aber keine Angst zu haben. Im Seniorenzentrum ist man nie allein, denn man arbeitet im Team. Die Kolleginnen und Kollegen unterstützen mich bei allen Fragen. Und schließlich wächst man mit seinen Aufgaben und auch das eigene Selbstbewusstsein wird gestärkt.“

Zur Ausbildung in der Altenhilfe gehören auch Praxiseinsätze in anderen Einrichtungen, etwa in der gerontopsychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses oder bei einem ambulanten Pflegedienst. Auch die Nachtwache müssen alle Auszubildenden mal übernehmen.

Haben sich das Leben und damit die Ausbildung in einem Seniorenzentrum in den vergangenen Jahren verändert? „Die meisten Einrichtungen haben ihr Wohnkonzept in den letzten Jahren geändert“, berichtet Mirjam App. „Die Seniorinnen und Senioren leben in modernen Wohngruppen zusammen, haben ihr eigenes Einzelzimmer und ein aktives Freizeitprogramm. Dazu gehören auch Ausflüge, Seniorengymnastik, Sturzprävention, Gedächtnistraining, Musikstunden und Gottesdienste. Es herrscht also keine Krankenhausatmosphäre, sondern wir gestalten den Alltag mit unseren Bewohnern so normal wie möglich.“ Auch die Arbeitsabläufe der Altenpfleger haben sich verändert – sehr zur Freude von Inssani Zahouani: „Die tägliche Pflege wird dank moderner Software über ein EDV-gestütztes Pflegedokumentationssystem unterstützt. Somit gehört auch die Arbeit am Computer zu meinen Tätigkeiten als angehende Altenpflegerin.“

Inssaf Zahouani wird von Ihrer Familie und von der Einrichtungsleiterin Mirjam App tatkräftig unterstützt. Sie möchte sich in der Altenpflege auch nach ihrem Abschluss weiter fortbilden. Ihr persönliches Ziel ist es, nach einem Jahr Berufserfahrung mit der Fortbildung zur Wundexpertin zu beginnen. Die Frage: „Würden Sie diese Ausbildung noch einmal beginnen?“,  beantwortet Inssaf  Zahouani mit einem klaren „Ja“. Sie lächelt: „Die Zusage für meinen Arbeitsplatz habe ich auch schon vor der Abschlussprüfung erhalten.“

Lernen Sie das Seniorenzentrum "Haus in der Dorfmitte" in Wannweil kennen oder bewerben Sie sich bei uns. Wir suchen Sie!

  
Bilderstrecke: Inssaf Zahouani mit einer Bewohnerin des Seniorenzentrums Wannweil (1 Bilder).

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