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Kronenkreuz für ein Vierteljahrhundert Dienst in der Diakonie

13.11.2014 | von Katharina Stohr
Kronenkreuz für ein Vierteljahrhundert Dienst in der Diakonie
Freude über das Kronenkreuz für 25 Jahre Dienst in der Diakonie: Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Harald Rau (fünfter von links) zeichnete 20 Mitarbeitende der Zieglerschen aus. / Foto: Katharina Stohr

Für 25 Jahre Dienst am Nächsten sind 20 Mitarbeitende der Zieglerschen mit dem goldenen Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet worden. In einem feierlichen und besinnlichen Festgottesdienst in der Kapelle am Weg auf dem Ringgenhof dankte Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Harald Rau den Geehrten und lobte deren unermüdliches Engagement.

„Ich habe eine Hochachtung vor Menschen, die ein Vierteljahrhundert lang für Andere gewirkt haben“, so Rau. Diakonische Arbeit sei eine Beziehungsarbeit für Menschen, die auf irgendeine Art Leistung oder Hilfe benötigen. Der Arbeitsalltag sei oft herausfordernd und er ahne, welche Zerrissenheit dahinter stehe: „Alle in der Diakonie haben einen hohen Anspruch an ihre Arbeit.“ Gerade in der Pflege fehlten aber oft die Ressourcen. In diesem Hinblick steche ein Satz aus dem Leitbild der Zieglerschen besonders hervor: „Wir stellen uns der Spannung zwischen Anspruch und Wirklichkeit.“

Rau lud die Jubilare während der Ehrung dazu ein, aus ihrem Arbeitsleben in der Diakonie zu erzählen. So berichtete ein Mitarbeiter aus der Behindertenhilfe, wie wichtig es ihm sei, junge Menschen im Freiwilligendienst zu begleiten und zu wissen, wo diese stünden: „Wenn ich Wände vor mir habe, komme ich nicht durch zur Person.“ Ein Mitarbeiter aus der Jugendhilfe bekräftigte, dass er sich wieder für die Arbeit mit jungen Menschen entscheiden würde. „Ich betrachte die Arbeit mit unseren Jugendlichen nach wie vor als Geschenk und gegenseitige Bereicherung.“ Vermehrt bestätigten die Jubilare, dass sie sich am richtigen Platz befänden. „Ich bin ganz stolz“, sagte ein Mitarbeiter aus der Altenhilfe, „denn Gott braucht Hände und Füße, diese Arbeit zu tun – das gibt mir Kraft.“ Er brauche keine Angst zu haben, denn Gott stehe hinter ihm.

Pfarrer Heiko Bräuning sprach den Geehrten jeweils ein Bibelwort zu und segnete sie. In einem erbaulichen Impuls dankte auch er für „25 Jahre Arbeit für Andere, um die Welt etwas geschmeidiger zu machen.“ Menschen in der Diakonie stünden an Stelle Gottes und würden beispielsweise Kranke aufrichten, so Bräuning. „Das ist ein Kronenkreuz wert“. Pianist Michael Gundlach umrahmte den Gottesdienst mit lebendigen und meditativen Klängen.

Die geehrten Mitarbeitenden sind in der Behindertenhilfe, der Altenhilfe, dem Hör-Sprachzentrum, der Suchthilfe und bei Neuland tätig.
Auf dem Bild (oben) von links: Horst Mertens/Hilfen im Alter, Ricarda Kühne/Behindertenhilfe, Stefan Klaus Gührs-Walz/Jugendhilfe, Hildegard Kessler/Behindertenhilfe, Prof. Dr. Harald Rau, Vorstandsvorsitzender, Margit Herkommer/Behindertenhilfe, Bernd Eisenhardt/Behindertenhilfe, Ursula Rüstig/Behindertenhilfe, Hans-Dieter Ruf/Behindertenhilfe, Joern Almstaedt/Jugendhilfe, Anneliese Meder/Behindertenhilfe, Johann Weber/Neuland-Integration in Arbeit
Nicht abgebildet: Maria-Elisabeth Rauch/Behindertenhilfe, Sabine Reif/Hilfen im Alter, Ulrike Wolf/Wohnen im Alter, Helene Wachter/Hör-Sprachzentrum, Johann Hartha/Jugendhilfe, Thomas Bebek/Suchthilfe, Sabine Emig/Hör-Sprachzentrum, Cornelia Hildebrandt/Hilfen im Alter, Brigitte Schlotz/Hilfen im Alter.